Über uns

Nachhaltig satt

“Wenn man Reis wäscht, wäscht man Reis; wenn man Möhren schneidet, schneidet man Möhren; wenn man Suppe rührt, rührt man Suppe.”
Zen-Meister Suzuki Roshi auf die Frage Edward Browns nach einem Rat für dessen neue Aufgabe als Hauptkoch des Klosters. Aus: “Das Lächeln der Radieschen. Zen in der Kunst des Kochens” von Edward Espe Brown, dtv 2008, S. 15.

Entstanden ist die Catering-Küche aus dem ganz persönlichen Bemühen, unseren Alltag auf eine gesunde und nachhaltige Grundlage zu stellen. Gut zu essen ist dabei ein Ausgangspunkt, der – so unsere Erfahrung – die körperliche und geistige Energie für jede Form der Lebensgestaltung hervorbringt und aufrecht erhält.

Was heißt es, gut zu essen? Was heißt für uns Nachhaltigkeit?

Zunächst: Gutes Essen schmeckt, macht Freude und ist bekömmlich. Dass dem so ist, liegt an guten und ausgewogenen Zutaten und an deren aufmerksamer Zubereitung – das heißt, es braucht Zeit statt Zusatzstoffe.
Gut zu essen ist für uns außerdem eine Haltung: Es tut uns gut, in Ruhe und mit Achtsamkeit zu essen. Dabei kommen uns Form, Farbe, Geruch und Geschmack der Dinge nahe und plötzlich fragen wir uns: Wie kommst Du eigentlich zu mir, Du rote Rübe und Du cremige Kokosmilch?

Und genauso verstehen wir den Nachhaltigkeitsgedanken: Als eine Haltung der Verbundenheit. Was esse ich da, welche Dinge benutze ich im Alltag, wo kommt das her und wo geht es hin? Tut es mir gut, tut es anderen gut? Welche Konsequenzen hat es für mich, für die Ressourcen der Erde, für das Klima, soziale und wirtschaftliche Strukturen hier und anderswo, für kommende Generationen?
Wenn ich ernsthaft anfange, mir diese Fragen zu stellen, dann fange ich auch automatisch an, Verantwortung dafür zu übernehmen.

Auch wenn hier genügend Gründe auftauchen, in tiefer Sorge zu versinken – persönlich Verantwortung zu übernehmen ist eigentlich nicht schwer. Es beginnt mit der nächstliegenden Handlung. Wir empfinden es jedenfalls nicht als schwer und belastend, leckeres saisonales Gemüse aus der Region zu essen. Es geht doch letztlich nur um Gewohnheiten – und sicherlich um einige Konflikte, die wir bei deren Veränderung zu lösen haben. Daher sehen wir eine nachhaltige Lebensweise als etwas an, das Konsequenz erfordert, aber keinen Dogmatismus verträgt.

Über die Zusammenhänge von Nachhaltigkeit und Ernährung, Wirtschaft und Konsum haben andere schon vieles geschrieben. Wir können diese Erkenntnisse hier nicht besser wiedergeben und verweisen auf den Menüpunkt „Links“, unter dem wir einige Quellen weiterführender Informationen gesammelt haben.

Zusammenfassen wollen wir nur, welche Konsequenzen wir konkret für das SuppKultur-Angebot umsetzen:

  • Zutaten aus ökologischer Landwirtschaft;
  • regionale Zutaten haben Vorrang;
  • daher ist das Angebot saisonal;
  • überwiegend Zutaten mit geringem Verarbeitungsgrad;
  • tierische Produkte werden sparsam eingesetzt;
  • bei nicht regionalen Produkten bemühen wir uns um fair gehandelte Ware soweit in Großverbrauchergebinden vorhanden;
  • Lieferung mit Kleinkraftrad (Ape 50), Fahrradanhänger und Stadtteilauto;
  • Reicht unser Geschirr für den Suppenausschank auf einer Veranstaltung nicht aus, verwenden wir kompostierbare Einwegbecher. Auch Servietten und Löffel sind aus ressourcenschonender Herstellung (nachzulesen auf www.bionatic.de).

Genussvolle Grüße vom SuppKultur-Team!